EG HYGIENE VERORDNUNG

Seit 2006 gelten in allen EU-Mitgliedstaaten neue Verordnungen im Bereich der Lebensmittelhygiene. Die praktische Umsetzung der neuen Hygiene-Verordnung VO (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene fordert zunehmend eine Mitwirkungspflicht der Unternehmen sowie deren Beschäftigten. Nicht eine abschließende Kontrolle der Produkte, sondern eine kontinuierliche Verantwortung für jeden einzelnen Arbeitsschritt soll hygienisch einwandfreie Lebensmittel sicherstellen.

Hauptziel der neuen Hygienevorschriften ist es, hinsichtlich der Sicherheit von Lebensmitteln ein möglichst hohes Verbraucherschutzniveau zu gewährleisten. Unter Lebensmittelhygiene versteht die Verordnung „die Maßnahmen und Vorkehrungen, die notwendig sind, um Gefahren unter Kontrolle zu bringen und zu gewährleisten, dass ein Lebensmittel unter Berücksichtigung seines Verwendungszwecks für den menschlichen Verzehr tauglich ist “ (VO 852/2004, Artikel 2).

Laut Hygienegebot der LMHV dürfen Lebensmittel nur so hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gebracht werden, dass sie bei Beachtung der erforderlichen Sorgfalt nicht der Gefahr einer nachteiligen Beeinflussung ausgesetzt sind. Nachteilige Beeinflussung meint eine Ekel erregende oder sonstige Beeinträchtigung der einwandfreien hygienischen Beschaffenheit von Lebensmitteln, zum Beispiel durch Verunreinigungen, tierische Schädlinge, Abfälle, ungeeignete Behandlungs- und Zubereitungsverfahren.

Die turnusmäßige Überprüfung des HACCP-Konzeptes (Verifizierung) ist eine weitere Forderung aus der Hygiene-Verordnung VO (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene.

 

 

TRINKWASSERVERORDNUNG

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Zugleich kommt es für häusliche Zwecke - wie Körperreinigung, Wäschewaschen oder Toilettenspülung – zum Einsatz. Die Qualität des Trinkwassers muss in Deutschland hohen Anforderungen genügen. Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001), in der die EG-Trinkwasserrichtlinie aus dem Jahr 1998 in nationales Recht umgesetzt worden ist, gibt diese verbindlich vor. Zu den Grundanforderungen gehört nicht nur, dass das Trinkwasser keine Krankheitserreger und Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen enthalten darf, sondern auch, dass es „rein und genusstauglich“ ist.

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) regelt ferner die Pflichten der Versorgungsunternehmen sowie der Überwachungsbehörden und bestimmt die zu untersuchenden mikrobiologischen und chemischen Parameter sowie die Häufigkeit der Trinkwasserüberwachung. Um die hygienische Sicherheit des Trinkwassers zu gewährleisten, fordert die Verordnung auch, dass Grenzwerte und Anforderungen zur Wasserbeschaffenheit an den Zapfstellen des Trinkwassers im Haushalt eingehalten sind.

 

Volltext: www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2001/BJNR095910001.html

 

Trinkwasserverordnung und Regelungen für Legionellen

 14.12.2012

 

www.bundesgesundheitsministerium.de/glossarbegriffe/t-u/trinkwasser/trinkwasserverordnung-und-regelungen-fuer-legionellen.html

 

 

 

HACCP

Was bedeutet HACCP?

HACCP ist die Abkürzung für „Hazard Analysis Critical Control Points“ und beinhaltet die Gefahrenanalyse und Kontrolle kritischer Punkte - und zwar auf allen Stufen der Zubereitung, Verarbeitung, Herstellung, Verpackung, Lagerung, Beförderung, Verteilung, Behandlung und des Verkaufs.

Für wen ist die Verordnung rechtsgültig?

Die HACCP-Verordnung betrifft sämtliche Betriebe, in denen mindestens eine der genannten Tätigkeiten ausgeübt wird. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Einrichtungen mit oder ohne Erwerbszweck handelt. Somit richtet sich die Verordnung an Unternehmen der Lebensmittelindustrie, an Lager- und Speditionsunternehmen, den Groß- und Einzelhandel, den ambulanten Handel, an die Gastronomie und an Betriebe für Gemeinschaftsverpflegung.

Was fordert das HACCP-System?

Lebensmittel verarbeitende und in Verkehr bringende Betriebe müssen gemäß den Grundsätzen des HACCP-Systems die für die Lebensmittelsicherheit kritischen Punkte feststellen und dafür Sorge tragen, dass angemessene Sicherheitsmaßnahmen festgelegt, durchgeführt, eingehalten, überprüft und dokumentiert werden.

Was bedeutet HACCP in den Betrieben für die Praxis?

Die einzelnen Arbeitsschritte werden lückenlos erfasst, die kritischen Kontrollpunkte definiert, kontrolliert und für die Lebensmittel überwachenden Organe (Kontrollbehörden) nachvollziehbar dokumentiert. Das erfordert Wissen. Wissen, über das laut Verordnung alle Personen, die mit Lebensmitteln umgehen, verfügen müssen. Das heißt: Jeder Mitarbeiter muss in Fragen der Lebensmittelhygiene geschult und motiviert werden, seine Kenntnisse umzusetzen.

Definition „kritische Kontrollpunkte“ in den Betrieben

Der Punkt oder das Verfahren, an dem ein Verlust der Kontrolle über die Einhaltung von Grenzwerten zu einem inakzeptablen Gesundheitsrisiko für Kunden oder Mitarbeiter führen kann.

Das HACCP-System besteht aus sieben Schritten:

  1. Ermittlung von Gefahren, die vermieden, ausgeschaltet oder auf ein Mindestmaß reduziert werden müssen
  2. Bestimmung der kritischen Kontrollpunkte auf der (den) Prozessstufe(n), auf der (denen) eine Kontrolle notwendig ist, um eine Gefahr zu vermeiden, auszuschalten, oder auf ein akzeptables Maß zu reduzieren
  3. Festlegung von Grenzwerten für die kritischen Kontrollpunkte, anhand derer im Hinblick auf die Vermeidung, Ausschaltung oder Reduzierung ermittelter Gefahren zwischen akzeptablen und nicht akzeptablen Werten unterschieden wird
  4. Festlegung und Durchführung effizienter Verfahren zur Überwachung der kritischen Kontrollpunkte
  5. Festlegung von Korrekturmaßnahmen für den Fall, dass die Überwachung zeigt, dass ein kritischer Kontrollpunkt nicht unter Kontrolle ist
  6. Festlegung von regelmäßig durchgeführten Verifizierungsverfahren, um festzustellen, ob den Vorschriften gem. den Buchstaben a) – e) entsprochen wird
  7. Erstellung von Dokumenten und Aufzeichnungen, die der Art und Größe des Lebensmittelunternehmens angemessen sind, um nachweisen zu können, dass den Vorschriften gem. Buchstabe 1) – 6) entsprochen wird.

Wer hilft weiter?

Die LMHV ist bewusst allgemein und an vielen Stellen unbestimmt gehalten, um dem einzelnen Betrieb den nötigen Spielraum zu belassen, die Vorgaben an die individuellen Gegebenheiten anzupassen. Deswegen gibt es allerdings auch keine allgemeingültigen, alle Betriebsarten umfassenden Checklisten. Die in Ratgebern und Leitfäden zum Thema HACCP veröffentlichten Dokumentationen und Checklisten sollen als Praxisbeispiele verstanden werden, die Hinweise und Anregungen für die Umsetzung im eigenen Betrieb geben.

 

 

VERSTÖSSE GEGEN ORDNUNGSRECHT

Das Wissen um lebensmittelrechtliche Pflichten ist keinesfalls von untergeordneter Bedeutung und daher nicht zu unterschätzen. Die Nichtbeachtung kann fatale Folgen haben.Die Lebensmittelüberwachung stellt fest:

  • Erhebliche Hygienemängel
    • Beseitigung innerhalb von 24 Stunden sonst Bußgeld € 400-€ 600.

  • fehlende Mitarbeiterschulungen (Infektionsschutzgesetz, Lebensmittelhygiene)
    • innerhalb von 14 Tagen nachreichen.

  • Bauliche Mängel
    • 4 Wochen Frist

Danach erfolgt ein Strafverfahren oder sogar die Schließung des Betriebes. Wer gesundheitsschädliche Lebensmittel in den Verkehr bringt, kann zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.


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